Sechs Uhr abends im Foyer von Telebasel. Erwartungsvoll und fast ein wenig ehrfürchtig stehen 12 Gäste aus den Reihen des Neutralen Quartierverein Neubad und harren der Dinge, die gleich kommen werden.
Wir werden von unserem Gastgeber bei Telebasel,Lawrence Pawelzik, freundlich empfangen und tauchen dann zwei Stockwerke tiefer in den Untergrund - in die Lounge. Nebst der obligaten Bar mit Chips und Mineralwasser sitzen da ein paar Besucher in der lauschigen Ledersitzgruppe. Sind das nun VIPs? Oder einfach nur Besucher wie wir?
Nun, erst Mal erhalten wir einen kurzen Vortrag mit Einblicke in die Geschichte und die Facts & Figures von Telebasel. Dann geht's wieder in höhere Gefilde zu den Redaktionsräumen im ersten Stock. Spannend erzählt Lawrence Pawelzik, wie die drei Hauptgeschichten von "
7vor7" entstehen. Aus den vielen Themen entscheidet ein Dreierteam im Vorfeld, welche Geschichten weiterverfolgt werden sollen. Dann werden an der Tageskonferenz von den Redaktoren die Teams und die Vorgehensweise zusammengestellt. Klar, dass allfällige Gesprächspartner, Orte, Umgebung und Szenerien gesucht oder bestimmt werden, die den Inhalt der Geschichte dann auch sehenswert machen. Wir sind ja schliesslich bei einem TV Sender und nicht beim Radio.
Jetzt geht's ans Eingemachte: der Regieraum. Wie im Raumschiff Enterprise blinken im abgedunkelten Regie-Tempel Lämpchen, glühen Bildschirme, liegen Manuskripte bereit und knistert eine grosse Spannung. Denn hier geht es um Millisekunden, die zwischen Professionalität und Laien-TV entscheiden. In der Mitte sitzt der Käpt'n - Regisseur genannt - der nicht nur die Verantwortung, sondern auch das Team trägt. Wir zwölf Zaungäste sind mucksmäuschenstill und starren gespannt, was denn nun passieren wird. Wie ein Uhrwerk wird die Sendung "7vor7" orchestriert und live ausgestrahlt.
So, jetzt dürfen wir wirklich die zitternde Nervosität im Fernsehstudio direkt und ungefiltert miterleben. An der Telebar sitzen ein attraktives Pärchen und der Moderator Christian Steinemann.
Snezana Stojadinovic ist amtierende Miss Nordwestschweiz und
Ronny Lnenicka der entsprechende Mister Nordwestschweiz. Die Tonprobe fällt nicht sofort optimal aus, weil Snezana Stojadinovic ihre prächtigen Haare über dem angesteckten Mikrophon hängen hat.
Dann wird die Zeit bis zum Sendestart durchgegeben und runtergezählt. Dies nennt man "Point of no return" - denn jetzt gilt's einfach ernst. Augen zu, Mund auf und durch.
Die beiden Schönen der nordwestlichen Schweiz schlagen sich gut durch die Fragen und schwups ist die Sendung auch bereits vorbei.
Selbstverständlich löchern wir zwölf Neugierigen mit Fragen und verabschieden uns dann freundlich von unserem sympathischen Gastgeber Lawrence Pawelzik.
Es war ein spannender und informativer Abend. Bleibt zu hoffen, dass auch bei weiteren Anlässen für die Mitglieder des Neutralen Quartierverein Neubad immer reges Interesse herrscht.